Back to Berlin: Das finale Jahr

16Okt2018

Endlich mal wieder für längere Zeit in Berlin bleiben. Darauf habe ich mich schon in den letzten Wochen am meisten gefreut. 

Und auch wenn ich endlich wieder in meine alte WG zurück gehen sollte, so hatte ich doch nur noch 3 Wochen die ich dort verbringen sollte. Da sich unsere WG leider noch während meiner Abwesenheit begann aufzulösen, blieben mir nur noch wenige Wochen um mich umzuorientieren und eine neue Wohnung oder Wohngemeinschaft zu finden. Schade eigentlich. Wenn ich daran zurück denke, was ich in den letzten drei Jahren hier alles erlebt hatte.
Die verrückten Abende bei denen auf einmal spontan 10-20 Leute in der Küche saßen, die Abende zu zweit mit Jonas wo wir von einem Späti zum nächsten zogen bis wir nicht mehr konnten, uns so kalt war das wir das kalte Bier nicht mehr halten konnten oder uns klar wurde das wir in ein paar Stunden schon wieder in der Uni sitzen müssen, oder den entspannten Abenden nur mit der WG, nachdem wir auf dem Balkon zunächst die frische Luft genossen hatten, danach lustige Videos auf YouTube guckend fast im Sofa versinkend. All dies sollte nun zuende sein.
Zeit für ein neues Kapitel.
Doch dies wäre nicht meine Geschichte, wenn sie nicht wieder mit einer menge Stress verbunden wäre. Vielleicht gibt es Menschen die einfach zum im Stress leben geboren werden. Mittlerweile habe ich noch zwei Wochen übrig um ein neues Zuhause zu finden, nebenher habe ich 8 Stunden Uni täglich um mich auf meine IHK Prüfungen in 6 Wochen vorzubereiten und muss noch einen Job suchen.
Kleiner Tipp: werdet nicht 25 Jahre alt. Nicht nur dass ihr dann kein Kindergeld mehr bekommt, man soll sich plötzlich auch noch selbst Krankenversichern. Aber woher das Geld nehmen wenn nicht stehlen. Wenn es einen Gott gibt, dann hat er seltsame Pläne mit mir.

Abgesehen davon aber verzaubert Berlin nach wie vor mit dem besten Wetter das ein Oktober je gesehen hat (#klimawandel) und macht zum einen das in der Uni sitzen um so unerträglicher, auf der anderen Seite freut man sich über jeden Sonnenstrahl, den man noch genießen kann. Ein wahrhaft goldener Herbst.

 

Next Step ist jetzt also, überleben, Wohnung finden, Prüfungen bestehen, Silvester und dann Bachelorarbeit schreiben. Auf geht’s!

Auf zu neuen Ufern: Teil 4 - Oktoberfest München

07Okt2018

 

Wieder in Deutschland gelandet, aber doch noch nicht ganz zuhause. Ich dachte mir ich nutze noch die letzten Reserven der Reiseenergie um zum tatsächlich ersten Mal das Oktoberfest in München zu besuchen.
Ich landete also am Freitag morgen um kurz vor 8 in München. Nachdem mich mein Kumpel Steve am Bahnhof in Empfang genommen hatten, warteten wir noch auf Vero, die mit dem Zug aus Berlin anreisen wollte. Zu unserer Begeisterung erreichte die den Hauptbahnhof auf die Minute pünktlich. Dickes Lob an die deutsche Bahn an dieser Stelle. Nachdem wir dann also das Gepäck abgeladen hatten konnte ich nach zwei Tagen endlich mal wieder duschen. Frisch sauber sammelten wir noch ein bisschen Energie bevor es dann mit einem Bier in der Hand in Richtung Theresienwiese ging. Durch das große Schild mit der Überschrift herzlich Willkommen und die etwa 5000 Menschen die alle in die gleiche Richtung strömten, Verbündeten den Eingang des Oktoberfestes.
Da es schon recht spät war wollten wir nicht viel Zeit verlieren und drängten als bald mit den meisten Besuchern der Wiesn in Richtung einer der Zelte. Viele der „besten“ Zelte wie Hacker-Pschorr und Schottenhammel waren bereits wegen Überfüllung geschlossen. Um hier einen Platz zu erlangen muss man am Wochenende schon einige Stunden bevor die Wiesn öffnen anstehen. Wir schafften es letzten Endes in ein anderes Zelt. Zunächst einmal hatten wir Schwierigkeiten uns an die Atmosphäre zu gewöhnen. Man braucht eben doch einen gewissen Pegel um sowohl mit der Musik, als auch den Menschen klar zu kommen.
Da man nur bedient wird, wenn man einen Tisch hat, ist die Taktik in der Regel, sich bei irgendeinem Tisch dazuzustellen und dann warten bis man bedient wird. Wir waren aber zunächst mit der Gesamtsituation doch etwas überfordert und mussten zunächst noch mal ein wenig frische Luft schnappen.
Da ein paar Jungs aus München, die ich in salento im Bus nach Medellin kennengelernt hatte in einem anderen Zelt einen Tisch reserviert hatten, entscheiden wir uns dort unser Glück zu versuchen.

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Bier

 

 

Auf zu neuen Ufern: Teil 3 - Kanada in 12 Stunden

06Okt2018

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Auf zu neuen Ufern: Teil 2 - Peru

30Sept2018

Ein Lama Postkartenmotiv: Machu Picchu Machu Picchu von Oben WG Schweini immer dabei

 

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Auf zu neuen Ufern: Teil 1 - Kolumbien

24Sept2018

Es wird endlich mal wieder Zeit eine größere Reise anzutreten. Nachdem es mittlerweile schon wieder mehr als ein Jahr her ist, dass ich aus dem Auslandssemester in Australien zurück gekommen bin, bin ich wieder bereit neues zu entdecken. Wo sollte es also hingehen war die Frage. Glücklicherweise hatten wir ein Jahr zuvor in meiner WG in Berlin für einen Monat einen Mitbewohner aus Kolumbien, der in Berlin für einen deutsch Kurs zu Besuch war. Da der Kontakt immer noch bestand dachte ich mir, lieber jetzt als nie.
 
Wir telefonierten also einmal miteinander und besprachen wie unsere zeitliche Planung kombinierbar wäre. Zunächst wollten wir uns in Rio de Janeiro treffen, ein wenig Brasilien entdecken und dann nach Kolumbien, als ich dann aber feststellten, das die Flüge von Brasilien nach Kolumbien mit knapp 700€ genau so teuer sind wie die von Europa direkt nach Kolumbien, gab ich diese Idee recht schnell auf. Damit er als Kolumbianer nicht nur „zuhause“ Urlaub machen muss, entschieden wir uns stattdessen dem Machu Picchu noch einen Besuch abzustatten.
Durch die Zeitverschiebung von 7 Stunden lief die Planung eher schleppend; immer wenn es bei mir Tags war, war es bei ihm noch früh am Morgen, wenn er mit der Arbeit fertig war, war es in Deutschland schon nach Mitternacht. Schließlich aber einigten wir uns, etwa einen Monat bevor die Reise losgehen sollte buchte ich meine Flüge und machte alles dingfest. Vom 12. September bis 3. Oktober sollte es also nach Kolumbien und Peru gehen, mit einem kleinen Zwischenstopp in Toronto, Kanada auf dem Rückweg.
 
 
 
 
- B O G O T A -
 
Wie bei mir so üblich begann die Reise mit etwas Stress verbunden. Da ich meinen letzten Arbeitstag am Dienstag den 11.09. hatte und bis dahin mein Zimmer in der WG in Braunschweig untervermieten musste, konnte ich mich zunächst noch garnicht wirklich auf die Reise vorbereiten. Glücklicherweise war mein Kumpel Santiago dort etwas weitsichtiger und kümmerte sich schon vorab um die Züge von Cusco nach Machu Picchu da diese schnell ausgebucht sind und auch weit im Voraus schon 80$ pro Richtung kosten.
 
Um es noch ein wenig stressiger zu machen war ich am Wochenende zuvor noch mit Freunden auf dem lollapalooza Festival in Berlin. Nach einer Menge hin und her hatte ich dann aber doch endlich alles beisammen und machte mich auf den Weg zum Flughafen Berlin Tegel. Wenigstens die Fahrt dorthin ist schnell und unkompliziert.
 
Die erste Überraschung der Reise kam bereits im Flieger, als sich mein als Fensterplatz reservierter Sitz als Platz ohne Fenster entpuppte. Entschädigt würde ich dafür, das ich mich danach umsetzen konnte, und einen Fensterplatz in reiner freien Reihe am Notausgang bekam, mit extra Beinfreiheit. Das Essen war wie es in den meisten Airlines eben so ist, für Entertainment musste man selbst sorgen. Glücklicherweise hatte ich mir zuvor ein paar Netflix Serien runter geladen. Nach einer Stunde Aufenthalt in Toronto, erreichte ich mach ca. 15 Stunden Reisezeit Bogota, wo mich Santiago bereits am Flughafen erwartete.
Offensichtlich schwer vom Jetlag gezeichnet fuhren wir zu ihm, tranken noch ein Bierchen und gingen zu Bett.
 
Bevor es dann am nächsten Abend mit dem Bus nach Salento weiter gehen sollte, hatte ich einen Tag in Bogota um mir Kolumbiens Hauptstadt mit seinen mehr als 9 Millionen Einwohnern bei Tageslicht anzuschauen.
Nachdem der Sommer in Berlin immer noch kein Ende gefunden hatte, wachte ich in Bogota am Morgen frierend auf. 15 grad Tagestemperatur wird hier schon als angenehm bezeichnet.
 
Gemeinsam mit Santiago fuhr ich also das erste Stück bis in die Stadt. An seinem Arbeitsplatz setze er mich ab. Von hier aus setzte ich meine Reise durch die hügligen Wohngebiete in Richtung Stadtzentrum fort. Das Panorama wechselte zwischen modernen Apartment Hochhaus Siedlungen und heruntergekommenen Favelaz in denen vermutlich die meisten Häuser selbst aus Blech und Ton zusammen gebaut sind. Das Zentrum der Stadt teilt sich auf in den „modernen“ Business District und die Altstadt die durch ihren kolonialen Baustile bestimmt wird. Zwischen dem Kolonialmuseum und dem Plazoleta Chorro de Quevedo befindet sich der Stadtteil La Candelaria mit zahlreichen kleinen Straßen voll mit Cafés, Bars, Hostels und natürlich den dazugehörigen Touristen. Nicht selten kommt es vor, dass sobald man auch nur eine Straße zu weit geht, einen die Menschen angucken als hätten sie noch nie einen „Gringo“ gesehen. Besonders die Kinder winken einem immer wieder zu und versuchen einen mit ihren frisch erworbenen englisch Künsten zu begeistern.
Um etwas mehr über die künstlerische Geschichte der Stadt zu lernen, machte ich am Nachmittag eine free Graffiti Art walking Tour durch La Candelaria und Veracruz. Die Tour wurde geführt von einer jungen Künstlerin, die selbst in der Graffiti Szene in Bogota aktiv ist und somit für unterhaltsame und wissenswerte zwei Stunden sorgte. Natürlich sind diese Touren am Ende doch nicht ganz umsonst, sondern basieren auf Spendenbasis. In der Regel ist man mit 5-7€ immer gut dabei und meines Erachtens für eine zweistündige Führung auch durchaus okay. Einziges Manko an dieser Stadt ist, das die Wettervorhersage jeden Tag bei 40% regen steht. Man weiß also nie genau was passiert. Während der Tour hatten wir dann leider nicht so viel Glück und wir wurden von einem recht heftigen Regenschauer überrascht. Was unseren Tourguide aber nicht davon abhielt die Tour fortzusetzen. Bevor es dann zum Bus ging könnten wir uns noch was ganz besonders kolumbianisches. Burger mit Pommes.
Am Busbahnhof dann gab es zunächst etwas Chaos, da drei verschiedene Busse zur gleichen Zeit vom gleichen Schalter abfuhren. Am Ende dann wurde ich mit einem Haufen anderer Touris (darunter natürlich vorwiegend Deutsche und Holländer) in einem Bus verfrachtet und meine erste Busfahrt auf südamerikanischem Boden sollte begonnen. Dauer 6 bis 8 Stunden.
 
La Calanderia
Nacht (18Uhr) in Bogota 
 
 
- S A L E N T O -
 
Morgens um ca. 4:30 erreichten wir den Busbahnhof in Armenia. Ich und die anderen Touris wunderten uns reichlich, als wir feststellten das dies schon der finale stop ist und wir sogar 1,5 Stunden vor der Zeit angekommen waren.
Da standen wir also um 4:30 morgens an diesem Busbahnhof wo natürlich keiner ein Wort English sprach. Glücklicherweise wusste man offensichtlich das alle Backpacker das gleiche Ziel haben. Man kam und also winkend entgegen den Namen des finalen Zieles auf den Lippen.
Nachdem wir alle langsam erwacht waren entschieden wir uns im Kollektiv, das wenn wir alle den gleichen Bus nehmen, und schon noch do viel passieren kann. Gemeinsam also mit einigen deutschen, Holländern, Belgiern und Franzosen (den üblichen Backpackern also) wurden wir in den viel zu kleinen Bus gestapelt. Für etwa 10.000 cop (also etwa 3€) wurden wir in das Dorf Salento gebracht. Perfekt zum Frühstück trafen wir im Hostel ein. 7 Uhr morgens.
 
Da die Zimmer, oder eher Betten, eh erst um 14 Uhr bezogen werden konnten, entschied ich mich mit einem Holländer der neben mir beim Frühstück saß, die Zeit doch eher vernünftig zu nutzen und uns direkt auf den Weg in naheliegende Cocora Valley zu begeben. Dies war auch der Hauptgrund, warum all die Backpacker sich in dieses abgelegene Örtchen begaben.
 
Nachdem wir also unseren Kaffee getrunken und das Müsli mit frischer Ananas und einem Arepa gegessen verspeist hatten, packen wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg.
An der Rezeption sammelten wir noch zwei Mädels aus Israel ein, die das gleiche Ziel hatten.
Vom zentralen Platz des Ortes aus ging es mit alten Jeep’s in Richtung Valley. Während in dem kleinen Auto 8 Personen auf den zwei Rückbänken Platz fanden, wurden noch drei weitere auf dem hinteren Trittbrett abgestellt. Zwar musste man sich bei der kurvigen Fahrt gut festhalten, dafür bekam man aber auch eine angenehme Briese ab und konnte die Aussicht genießen. Nach ca. 20 Minuten erreichten wir dann einen Parkplatz auf dem sich etliche Touristen und Pferde tummelten. Wir entschieden uns, die Wanderung auf zwei Beinen fortzusetzen. Nachdem wir zunächst einige Weiden entlang eines Flusses durchquerten, gelangten wir bald ab den Anfang eines dichten Waldes. Über Stock und Stein stiefelten wir in das immer tropischer werdende Gestrüpp hinein.
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Mit dem Jeep zum Cocora Valley 
 
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- M E D E L L I N - 
 
La Piedra or El Peñol Aussicht Guatapé Comuna 13, MedellinMedellin Centre 
Paragliding über Medellin
 
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- S A N T A    M A R T A - 
 
 
Republica Hostel Santa Marta Tayrona National Park Perfekter Strand Tauchem im Tayrona National Park Kakao Testing in Minca
 
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- C A R T A G E N A - 
 
 
Playa Blanca bei Cartagena Neues Abenteuer: Jetski

Studieren und Reisen Teil 4: Praktikum in Wolfenbüttel

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Studieren und Reisen Teil 2: China

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Studieren und Reisen Teil 1: Neue Heimat Berlin

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Prenzlauer Berg. Berlin.

Mittlerweile lebe ich nun schon einige Zeit in dieser Stadt. Eigentlich aber lebt man viel weniger in Berlin, sondern einfach nur in seinem Kiez. Auch Prenzlauer Berg wäre noch zu weit gefasst. Der Bezirk hat immerhin fast 400.000 Einwohner und ist damit allein schon fast so groß wie meine Heimatstadt Bremen. Viel mehr spielt sich das Leben in einem viel kleineren Umfeld ab. Alles was ca. 10 Minuten zufuß entfehrnt ist in etwa. Immer wieder bin ich darüber erstaunt, wie wenig man am Ende von der größe dieser Stadt mitbekommt. Früher, als ich mal so zu Besuch in Berlin war, ist es quasi selbstverständlich gewesen, dass man einmal am Brandenburger Tor vorbei schaut. In ca. einem Jahr leben in Berlin, bin ich vielleicht zwei oder drei mal dort gewesen. Wenn ich Besuch hatte. 

Vorwiegend kommt man aus seinem Kiez raus, wenn man abends mit Freunden unterwegs ist um feiern zu gehen. Dann erst merkt man wieder, das man wirklich in dieser riesigen Stadt wohnt, die quasi kein Ende hat. 30 Minuten in der U-Bahn zu sitzen sind für jeden Berlin Alltag. Für mich fühlt es sich immer noch an wie eine riesen Zeitverschwendung. Aber man lernt damit zu leben. Vielleicht mal wieder Zeit ein Buch zu lesen, oder eben doch Instagram. 

Der Prenzlauer Berg bietet neben Öko- und Holzspielzeugläden eine unmenge an Cafes und Restaurants, sodas man eigentlich nie einkaufen gehen müsste. Hätte man doch als Student nicht quasi immer finanzielle Probleme. Besonders in den Sommermonaten, wenn die Stadt auf einmal gefühlt explodiert und das Leben nur noch auf der Straße stattfindet, zeigt sich Berlin von seiner mulitkulturellen und vielfältigen Seite, die es glaube ich so tatsächlich nirgens wo sonst gibt. Neben den Jugendlichen des Gymnasiums um die Ecke, die quasi jeden Nachmittag auf dem Spielplatz FlunkyBall spielen, dem schwäbischen Vater (ja die Klischets stimmen wirklich), der seinen 2er-Kinderwagen vor sich her schiebt und dabei evtl. einen Joint raucht, oder den Spaniern, Franzosen und Italienern, von denen man nicht weiß ob sie hier Touristen sind oder doch hier wohnen. Anders als an der East Side Galery, wo sich ungefähr kein vernünftiger in Berlin lebender aufhalten würde, wenn er nicht alle 3 Minuten von einer neuen Busladung Touris überrannt werden wollen würde. 

 

 

24/7 frisches Obst Spielplatz im Prenzlauer Berg Prenzlauer Berg 

 

 

Auch wenn ich davor ja schon in einigen Hostels für z.T. mehrere Monate mit den gleichen Leuten gelebt habe, ist das Leben in der ersten richtigen WG doch noch mal was anderes. Besonders zu Anfang war das Leben von uns allen extrem aufeinander abgstimmt. Da wir alle neu waren in Berlin, war es für uns alle wichtig ersteinmal Leute kennen zu lernen. Wie praktisch, wenn man eine große Wohnung hat, die auch nahe der Uni ist, sodas man die Leute immer einfach zu sich nach Hause einladen kann. Der Bierpong Tisch im Flur war quasi täglicher Gebrauchsgegenstand. Mehr auf jeden Fall als Spülmaschiene und Staubsauger. Aber mit der Zeit lebt man sich dann doch so ein, man gewöhnt sich (leider) doch so schnell an alles. 

Viel zu schnell geht die Zeit rum und Berlin ist auch nur noch eine Stadt von vielen. Das ist in keinem Fall negativ gemeint, ich liebe diese Stadt jeden Tag mehr und schätze was sie zu bieten hat, aber trotzdem lebt man doch mehr oder weniger einen Alltag wie jeder andere. Außer natürlich man gehört tatsächlich zu diesen Menschen, die ihr gesamtes Wochenende im Berghain verbringen. Aber auch das ist Berlin, es kann sich eben jeder aussuchen, wie und wo und womit er sich entfalten möchte, ohne das man komisch angeguckt wird. 

Diese Stadt bietet eine unglaubliche Freiheit, was irgenwie skuriel ist, da man zur gleichen Zeit das Gefühl hat diese Stadt würde einen verschlucken. 

 

 

Berliner Dom Willi-Brandt-Haus  Alexanderplatz

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